Start Treckerfest 2018

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Die beste Zeit zum Besuch des Treckerfestes ist am Mittag.

 

Es treckerte auf dem Gestüt

Von Harald Röhrig, Extra-Blatt

Einen Riesenandrang verzeichnete die Dorfgemeinschaft Merten
bei ihrem vierten Treckertreffen.
Die Besitzer von über 100 Treckern und rund 40 Holdern gaben
sich mit ihren Fahrzeugen ein Stelldichein
auf dem Gelände des Union Gestüts.

Sogar aus Gummersbach, Eckenhagen, Waldbröl, Ruppichteroth
und Windeck tuckerten die Freaks nach Merten.
Weit über tausend Besucher, darunter viele Treckerfans, Einer nach dem anderen fuhren die Treckerfahrer in den Gestütshof ein.
bestaunten die großen und kleinen Maschinen.

Das wohl älteste Gefährt, ein Lanz Bulldog mit 25 PS und
einem ein Zylinder-zwei-Takt Motor, Baujahr 1939,
hatte Felix Knopp aus Much selbst nach Merten gefahren.
Er ist beim Rhein-Sieg-Kreis als Wegemanager für den Siegsteig
und warb an einem Infostand mit Bärbel Kisteneich
von der Tourist-Info Eitorf für die Region.
Der alte Lanz wird sogar noch bei Arbeiten am Siegsteig eingesetzt. 
„Damit haben wir schon einige Bäume und Büsche aus
den Siefen gezogen“, berichtete Knopp.

Auch die Trecker von Alexander Au aus Windeck-RosbachZum Teil kamen die Treckerfahrer von weit her.
und Michael Fuchs aus Windeck-Alsen haben schon
ein bemerkenwertes Alter.
Sie stammen aus den 50er Jahren.
Der polnische Ursus und der Lanz-Trecker müssen noch mit einer
Flamme vorgeglüht werden, damit sie anspringen.
PS-stärker waren natürlich die nagelneuen Großmaschinen
wie moderne Trecker und riesige Erntefahrzeuge,
die ebenfalls nach Merten gefahren worden waren.
Pfarrer Johannes Mikrut segnete die Trecker und ihre Fahrer.

Für kleine Besucher hatte die Dorfgemeinschaft ein eigenes Fest vorbereitet.
Da gab es eine Pferdebox zum Hüpfen und Toben im Heu,
eine elektrische Eisenbahn und eine Hüpfburg.
Torwandschießen und Kinderschminken gehörten ebenfalls zum Programm.

In einer anderen Box hatte Walter Stürze vom Orgateam mit kleinen
originalgetreuen Figuren dargestellt, wie die Landwirtschaft funktionierte,
als es noch keine Trecker gab.

Die Rollende Waldschule der Kreisjägerschaft wurde von kleinen und
großen Gästen umlagert. Beim kleinen Bauernmarkt konnte man
kleine Automodelle, selbst gefertigte Handtaschen, Wollsachen vom
Finkenhof aus Hennef und alte Bücher oder auch Honig und Kerzen
am Imkerstand von Johannes Baust erwerben.
Seifenstücke verzieren. Ein Dachdecker war aus Köln angereist
und informierte über sein Handwerk.

Lisa Anschütz und Kalle Groß vom Archehof in Windeck-Kohlberg
demonstrierten die Kunst des Spinnens aus Schafwolle.
Das Organisationsteam, dem neben Walter Stürze auch Ralph Busenbach,
Werner Kübler, Anna Haas sowie Reinhold und Anke Eifel angehören,
hatte mit Unterstützung einiger Helfer alles vorbereitet, die Getränketheke,
Bratwurstgarage und die Waffelküche eingerichtet.

Die Arbeit an den drei Ständen, im Kassenhäuschen und bei der
Kinderbetreuung übernahmen über 50 Helfer aus dem Dorf und der Umgebung.
900 Grill- und Siedewürstchen wurden an den Mann gebracht,
80 Liter Waffelteig verarbeitet und ein großer Kühlwagen voll Getränke ausgegeben.

Dabei wechselten sich die Helfer alle zwei Stunden ab,
damit alle was von dem schönen Tag hatten.

Das perfekte Ambiente für das Treckerfest bot natürlich das Gestüt.

Die Inhaber,  Moritz von Köckritz und seine Ehefrau Amelie,
hatten das Gelände zur Verfügung gestellt.
Nachdem die Pächter mit ihrer Vollblutzucht ausgestiegen waren,
setzen die beiden auf dem mehr als 50 Hektar großen Anwesen
weiterhin auf Pferde und Weidehaltung.
30 Reitpferde werden in Pension aufgenommen und zusätzlich noch Gnadenpferde.